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Beim Flirten
Beim Flirten denken Frauen: Soll ich mit ihm ins Bett gehen? – Beim Flirten denken Männer: Werde ich sie ins Bett kriegen?
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Richtig guter Sex III
Ware Liebe mag es nur unter Frauen geben, aber richtig guter Sex ist Männersache. Frauen ticken da anders. Bei ihnen findet Sex zu allererst im Kopf statt, und Gefühle und Stimmungen machen sie mehr an, als eine Hand im Schritt. Auf den Körper reduziert zu werden, ist für Frauen eine Beleidigung, für Männer eine Wohltat. Ich weiss nicht, ob dieser Unterschiede in der Natur der Geschlechter liegt oder ob er sozial-historisch bedingt ist. Er ist jedenfalls real. Und es gibt viele heterosexuelle Männer, die in den Schwulenclub oder die Schulensauna gehen, wenn sie einfach nur guten Sex wollen. Das Bordell ist natürlich keine Alternative. Im Bordell geht's ums Geld – nicht um Sex. Richtig guten Sex kann man aber nicht kaufen. Er ist immer ein Geschenk.
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Richtig guter Sex II
Richtig guter Sex findet nur selten zu Hause statt, im heimischen Schlafzimmer, zwischen Bügelwäsche und Alltagsstaub. Richtig guter Sex verlangt Vorbereitung und in gewissen Maße Inszenierung. Das Ambiente ist wichtig, die Kleidung, die Temperatur… – Mit Ambiente ist übrigens nicht Luxus gemeint. Ist die Inszenierung stimmig, kann auch ein Baggersee, ein feuchter Keller, eine Baustelle oder ein Parkplatz den gewissen Kick bringen. Spielzeug und Spiele sind hilfreich. Der Mensch ist ein spielendes Tier und Sex ist das grösste Spiel, das wir kennen. Wir spielen in unserer Fantasie, wir sollten die Wirklichkeit nicht der Routine überlassen. Richtig guter Sex hat nichts mit Liebe zu tun. Frisch verliebt, mit wild pochendem Herzen, hatte ich den schlechtesten Sex meines Lebens, und den besten hatte ich im Darkroom einer Sauna mit zwei Unbekannten.
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Richtig guter Sex I
Wenn es keinen Gott gibt und keinen Himmel. Wenn wir nur dieses eine Leben haben, diese wenigen Jahre… Dann sollten wir es mit höchster Lust leben, den grössten Genuss suchen, der uns möglich ist. Was aber ist genussreicher als Sex? Was aber ist lustvoller als ein Orgasmus? — Die Forderung der alten Religion: »Liebet einander« – für uns übersetzt lautet sie: »Vögelt einander«. Habt Sex wann immer und wo immer es euch möglich ist. Und habt guten Sex. Richtig guten Sex.
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Mein erster Gangbang
Heute abend war ich auf einem Gangbang. Es war mein erster. Er fand statt in einem Club, den man durch einen Modeladen betritt und der so ähnlich heißt wie ein Reißverschluss. Der Gangbang kostete 15 Euro, das ist spottbillig und ein »Einführungspreis«. So jedenfalls sagte mir mein Freund Horst, der sich mit Gangbangen auskennt.
Ich kam etwas spät und so hatte die Veranstaltung, die eine Stunde dauern sollte, schon angefangen. Auf einer gynäkologischen Behandlungsliege lag eine kleine und zierliche Frau von etwa 25 Jahren – nur mit Augenbinde bekleidet und mit gespreizten Beinen. Sie war im Intimbereich rasiert. Im Raum waren ausserdem ein Dutzend Männer aller Altersklassen anwesend, vollständig bekleidet, aber zum Teil mit offener Hose. Zwei Männer standen zur rechten und linken der Behandlungsliege, wichsten mit der einen Hand ihren Schwanz und streichelten mit der anderen die Frau, die »Mel« genannt wurde und die Berührungen ohne Regung hinnahm. Ihre Brustwarzen waren errigiert.
Irgendwann stand einer der Männer von einem Ledersofa auf, zog sich ein Kondom über und fing an zu ficken. Es sah etwas albern aus, weil er Probleme mit der rutschenden Hose hatte. Seine Bewegungen wurden heftig, die Hose fiel, dann kam er laut stöhnend, Mel nahm's regungslos zur Kenntnis.
Es vergingen träge Minuten, die Männer sahen verbissen drein, wichsten hochkonzentriert. Es gab Kaffee und Mineralwasser und ein Fernseher spielte einen schlechten Porno. Endlich stand ein Typ auf, fickte Mel, setzte sich wieder hin. Er hatte ohne Kondom gevögelt, sein Sperma tropfte auf den Laminatboden. Ich nahm mir ein Mineralwasser. –
Es wurde nicht geredet beim Gangbang, nicht zwischen den Männern, nicht mit Mel. Nur einmal sagte einer, der wohl der Chef war, dass es jetzt noch zehn Minuten dauere. Übrigens: Von dem Dutzend Männern haben nur fünf wirklich gevögelt. Die meisten kriegten keinen hoch, ich auch nicht.
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